Steile Berge, die direkt ins türkisblaue Ionische Meer fallen, weiße Kiesbuchten, Olivenhaine und Dörfer aus Stein: Die Albanische Riviera ist einer der letzten Küstenstriche Europas, an denen sich Mittelmeerurlaub noch ursprünglich anfühlt. Wer einmal vom Llogara-Pass auf diese Küste hinuntergeschaut hat, versteht, warum sie in den letzten Jahren zum Sehnsuchtsziel geworden ist.
Dabei bleibt die Region angenehm bodenständig: Statt Bettenburgen findest du Familienpensionen und Boutique-Hotels, statt überfüllter Promenaden Tavernen mit frischem Fisch und Wein aus dem Dorf. Und das bei rund 300 Sonnentagen im Jahr und Preisen, die deutlich unter denen von Kroatien oder Griechenland liegen.
In diesem Guide zeigen wir dir alles, was die Albanische Riviera zu bieten hat: die schönsten Orte und Strände, die legendäre Küstenstraße, die beste Reisezeit – und den idealen Ausgangspunkt für deine Reise.
Das erwartet dich in diesem Guide
Wo liegt die Albanische Riviera?
Als Albanische Riviera bezeichnet man den etwa 120 Kilometer langen Küstenabschnitt im Süden Albaniens, der am Llogara-Pass beginnt und sich über Dhërmi, Himara und Borsh bis nach Saranda und Ksamil zieht – dort, wo nur noch ein schmaler Meeresarm die Küste von der griechischen Insel Korfu trennt. Anders als die flache Adria-Küste im Norden ist das hier das Ionische Meer: tief, kristallklar und in allen Blau- und Türkistönen leuchtend. Die Anreise gelingt über den Flughafen Tirana (rund 4 bis 5 Stunden Fahrt) oder – oft schneller – per Flug nach Korfu und mit der Korfu-Fähre nach Saranda. Zum Vergleich: Während sich an der Adria im Norden flache Sandstrände ziehen, ist die Küste hier dramatisch – bis zu 2.000 Meter hohe Berge stehen direkt hinter dem Strand.
Albanische Riviera: Die schönsten Orte von Palasa bis Ksamil
Die Albanische Riviera reiht ein Highlight ans nächste. Diese Stationen solltest du kennen:
- Palasa & Dhërmi: Lange, weiße Kiesstrände unterhalb des Llogara-Passes – Dhërmi hat sich zum stilvollen Beachclub-Ort entwickelt.
- Gjipe: Wilde Traumbucht am Ende einer Schlucht, nur zu Fuß (rund 30 Minuten) oder per Boot erreichbar.
- Himara: Entspanntes Küstenstädtchen mit Altstadt am Hang, Promenade und mehreren Stränden – das Herz der Riviera.
- Porto Palermo: Halbinsel mit der Festung von Ali Pascha in einer geschützten, tiefblauen Bucht.
- Borsh: Mit rund 7 Kilometern der längste Strand der Riviera, gesäumt von Olivenhainen – herrlich unaufgeregt.
- Saranda: Die lebhafte Hafenstadt mit Uferpromenade, Restaurants und Fähre nach Korfu – der beste Stützpunkt der Region.
- Ksamil: Karibisch anmutende Buchten mit vorgelagerten Inselchen – alle Details in unserem Guide zum Ksamil Strand.
Roadtrip über die Küstenstraße SH8
Kaum eine Straße am Mittelmeer ist spektakulärer: Die SH8 klettert von Vlora auf den über 1.000 Meter hohen Llogara-Pass und windet sich dann in Serpentinen hinunter ans Meer – mit Ausblicken, die regelmäßig zu Fotostopps zwingen. Wer die Albanische Riviera in ihrer ganzen Länge erleben will, plant für die Strecke Vlora–Saranda ohne Stopps rund drei Stunden ein; mit Badepausen und Aussichtspunkten wird locker ein ganzer Tag daraus. Am besten fährst du mit dem eigenen Mietwagen – so hältst du an jeder Bucht, die dich anlacht, und erreichst auch abgelegene Strände wie Gjipe oder Krorez.

Unser Tipp: Dorchester Hotel Saranda
Das Dorchester Hotel liegt direkt an der Riviera in Saranda – von hier erkundest du die gesamte Küste bis Himara und bist in 15 Minuten in den Buchten von Ksamil.
Jetzt Dorchester Hotel ansehenStrände und Buchten: Kristallklares Wasser am Ionischen Meer
Die Albanische Riviera ist eine Kiesküste – und genau das ist ihr Vorteil: Der helle Kies hält das Wasser glasklar, sodass du oft noch in mehreren Metern Tiefe jeden Stein erkennst. Von durchorganisierten Beachclubs in Dhërmi und Ksamil über familiäre Strandabschnitte mit Taverne in Borsh und Qeparo bis zu völlig wilden Buchten, die du nur wandernd oder per Boot erreichst, ist jede Stufe von Komfort und Abgeschiedenheit vertreten. Zwei Liegen mit Schirm kosten je nach Ort etwa 10 bis 25 Euro am Tag, an vielen Stränden liegst du mit eigenem Handtuch kostenlos. Schnorchler kommen praktisch überall auf ihre Kosten, und an ruhigen Abschnitten lohnt eine Kajaktour von Bucht zu Bucht. Badeschuhe gehören trotzdem ins Gepäck – deine Füße danken es dir beim Hineinlaufen.
Beste Reisezeit für die Albanische Riviera
Die Saison läuft von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Im Juli und August zeigt sich die Küste von ihrer lebhaftesten Seite: 30 bis 35 Grad, Wassertemperaturen um 25 Grad und volle Beachclubs. Deutlich entspannter sind Juni und September – gleiches Wetter, halb so viele Menschen, niedrigere Preise. Als Basis empfiehlt sich Saranda: Von dort erreichst du alle Orte der Riviera, dazu Butrint und die Karstquelle Blue Eye, und wohnst zum Beispiel im Dorchester Hotel Saranda direkt am Wasser. Ausführliche Klimadaten und Monatswerte haben wir dir im Reisezeit-Kapitel oben schon zusammengefasst – im Zweifel gilt: lieber Randsaison als Hochsommer.
Praxistipps für die Albanische Riviera
- Früh losfahren: Am Llogara-Pass und in den Top-Buchten ist es vor 10 Uhr am schönsten.
- Bargeld in Lek einstecken – ein Euro entspricht grob 100 Lek, kleine Tavernen nehmen selten Karten.
- Badeschuhe und Schnorchel einpacken: Kiesgrund und klares Wasser sind ein Traum-Duo.
- Für Gjipe festes Schuhwerk mitnehmen – der Fußweg durch die Schlucht ist steinig.
- Die Korfu-Fähre und Hotels im Juli/August frühzeitig reservieren.
Häufige Fragen zur Albanischen Riviera
Wie erreiche ich die Albanische Riviera am besten?
Entweder per Flug nach Tirana und weiter mit Mietwagen oder Transfer (rund 4 bis 5 Stunden) – oder per Flug nach Korfu und mit der Fähre nach Saranda in 30 bis 70 Minuten. Die Korfu-Route ist meist die schnellste.
Ist die Albanische Riviera teuer?
Nein. Trotz steigender Beliebtheit liegen die Preise deutlich unter Kroatien oder Italien: gutes Essen ab 10 bis 15 Euro, Mittelklassehotels ab etwa 50 Euro pro Nacht, Liegen ab rund 10 Euro pro Paar.
Sind die Strände sandig oder steinig?
Überwiegend feiner, heller Kies – dafür ist das Wasser außergewöhnlich klar. Reine Sandstrände findest du eher an der Adria im Norden, etwa in Durres.
Welcher Ort passt am besten für Familien?
Saranda und Ksamil: flach abfallende Buchten, kurze Wege, viele Restaurants und Ausflugsziele wie Butrint. Ruhiger wird es in Borsh und Qeparo mit viel Platz am Strand.
Serpentinen mit Meerblick, glasklare Buchten und Abende in Tavernen am Wasser: Die Albanische Riviera gehört zum Schönsten, was das Mittelmeer heute noch zu bieten hat. Wirf einen Blick auf unsere Touren und Reisepakete – wir bringen dich hin, bevor es alle anderen tun.
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